Lahmheiten des Pferdes
aus naturheilkundlicher Sicht

von

Dr. Dr.
Peter Schneider

Tierarzt und Anthropologe

Maldonado, Uruguay; Email: peter@pferdemedizin.com
Homepage: http://www.pferdemedizin.com

Kontakt: per Email oder Telefon (04251 7524, zum deutschen Festnetztarif)


 das Buch zur Homepage: "Gedanken altern nicht"
(3. erw. Auflage 2010, ISBN: 978-3-8334-5446-2)

 "Leitfaden für eine naturheilkundliche Brustkrebstherapie"
(2. Auflage 2008, ISBN: 978-3-8334-9271-6)

  elektronische Bücher (eBooks)

© 2008 by Dr.Dr. Peter Schneider

 

Das System der Tiere und Menschen ist selbst-regulierend und selbst-regenerierend.

Daher dürfte es eigentlich kaum Krankheiten geben, und das Leben würde irgendwann ohne Leiden einfach zuende gehen. Dies ist offenbar recht selten der Fall, und die spannende Frage ist: warum?

Bereits in der alten asiatischen Medizin war bekannt, dass Krankheiten hauptsächlich dadurch zustande kommen, dass der Fluss der Lebensenergie (auch Vitalenergie oder Chi genannt), der im Körper bestimmten Bahnen ("Meridianen") folgt, behindert wird.

Hierdurch werden bestimmte Organe mit zu viel und andere mit zu wenig Energie versorgt.

Da Menschen und in geringerem Maße auch Tiere Schöpferwesen sind, erfolgt der normale Energiefluss beim Menschen hauptsächlich von oben nach unten und bei Tieren hauptsächlich von vorn nach hinten (siehe die Seite über "Hierarchische Multiregulation"). Ein geringerer Anteil der Energie läuft beim Vierbeiner direkt von oben nach unten über die Vorder- und Hinterbeine ab.

Trifft der Energiefluss auf ein Hindernis (einen Konflikt), wird die gestaute Energie zunächst um die Blockade herum in die Peripherie abgelenkt.

Dieses Phänomen zeigt sich manchmal besonders deutlich, wenn ein starker Konflikt im Bereich der Sattellage liegt. Dann staut sich die Lebensenergie im Vorderkörper des Pferdes, während sein Hinterkörper "energieleer" wird. In der Folge leidet die Koordination der beiden Körperhälften und es entsteht sozusagen ein "zweigeteiltes" Pferd, oder wie Linda Tellington-Jones sagt, "ein Pferd ohne Hinterteil".

Wird die Blockade nicht beseitigt, entsteht an der Konfliktstelle oder davor zunächst eine Entzündung (Bakterien benötigen nämlich zu ihrer dauerhaften Vermehrung immer ein gestautes Vitalenergiesystem). Später kann das chronisch entzündete Gewebe dann in die Degeneration abgleiten.

Ist der Energiefluss blockiert, kommt es zunächst zur schmerzhaften "Ablagerung" eines Energiedepots im Bereich der Blockade. Schmerz ist daher immer ein Zeichen eines blockierten Energieflusses!

Die Folge einer andauernden Meridianblockade ist u.a. eine chronische Entzündung (z.B. Arthritis oder Phlegmone), mit deren Hilfe der Organismus eine Ausleitung auf zellulärer Ebene versucht.

Wird die energetische Blockade langfristig nicht gelöst, erfolgt schließlich eine Degeneration des Gewebes mit einer vermehrten Bildung von Knorpel- und Knochensubstanz (z.B. Spat, Schale, Spondylose).

Da gerade im Bereich der Gliedmaßen Meridianblockaden heute sehr häufig sind, entfallen von der Gesamtheit aller möglichen Lahmheitsursachen beim Pferd über 70% auf degenerative Gelenkserkrankungen! (siehe die Seite über Arthrose)

Oftmals liegt die Ursache einer Lahmheit nicht in der betreffenden Gliedmaße selbst, sondern in der diagonal gegenüber liegenden. In diesen Fällen kommt die Lahmheit durch eine Überlastung der lahmen Gliedmaße zustande.

So kann sich z.B. ein Konflikt im rechten Hüft- oder Kniegelenk in einer chronischen Fesselträgerentzündung des linken Vorderbeins äußern.

 

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