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Energiemeridiane
des Pferdes und ihre emotionalen Beziehungen
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peter@pferdemedizin.com
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| Lunge/ Dickdarm |
Im Jahrtausende alten Hauptwerk der tibetischen Medizin "Gyü-shi" ["Das Wissen vom Heilen"; Shi oder Qi bedeutet Energie, siehe auch die Seite zur "Lebensenergie"], dem Buch der vier Tantras der Medizin, heißt es zum Thema der Entstehung einer Krebserkrankung: "Bevor eine Geschwulst sichtbar wird, geht der Krankheit eine energetische Schwächung des Körpers voraus. Das bedeutet: der Reizstoff greift Teile des "vitalisierenden Energiekörpers" - der den Menschen ein Leben lang umgibt - an und zerstört ihn. Dadurch können einzelne Organe vom Lebensstrom abgeschnürt werden." Diese Erkenntnis gilt nicht nur für chronische Krankheiten der Menschen, sondern auch der Pferde. Das Ziel der energetischen Pferdemedizin (EPM) ist daher die Regulation und Stärkung des Energieflusses und die Beseitigung von Energie- und Gefühlsblockaden. Da die Lebensenergie innerhalb des Körpers auf bestimmten Bahnen (Energiemeridianen) zu den einzelnen Organen fließt, ist die Kenntnis dieser Meridiane und ihre Beziehung zu den unterschiedlichen Ursachen und Krankheiten besonders wichtig. Weitere Eigenschaften der Lebensenergie sind in dem Buch "Gedanken altern nicht" beschrieben. Kürzlich gelang es erstmals, die Meridianstruktur auf der Körperoberfläche von Menschen mit Hilfe naturwissenschaftlicher Methoden nachzuweisen (Schlebusch et al.). Ist der Energiefluss blockiert, kommt es zunächst zur schmerzhaften "Ablagerung" eines Energiedepots im Bereich der Blockade. Schmerz ist daher immer ein Zeichen eines blockierten Energieflusses! Die Folge einer andauernden Meridianblockade ist u.a. eine chronische Entzündung (z.B. Arthritis oder Phlegmone), mit deren Hilfe der Organismus eine Ausleitung auf zellulärer Ebene versucht. Wird die energetische Blockade langfristig nicht gelöst, erfolgt schließlich eine Degeneration des Gewebes mit einer vermehrten Bildung von Knorpel- und Knochensubstanz (z.B. Spat, Schale, Spondylose). Da gerade im Bereich der Gliedmaßen Meridianblockaden heute sehr häufig sind, entfallen von der Gesamtheit aller möglichen Lahmheitsursachen beim Pferd über 70% auf degenerative Gelenkserkrankungen! Ein gutes Beispiel für einen blockierten Energiefluss ist auch das "Headshaking" der Pferde.
Nach Ansicht der konventionellen
Tiermedizin steht der
Nervus Trigeminus im Mittelpunkt der Ursachen für dieses Phänomen (Schwarz,
2008).
Aus naturheilkundlicher Sicht wird
das Gehirn energetisch hauptsächlich vom Blasenmeridian versorgt; die
genannten Bereiche des Kopfes, die vom Nervus Trigeminus versorgt
werden, werden zusätzlich vor allem dem Gallenblasen- und
Magenmeridiansystem zugeordnet. So kommt das Headshaking meist dadurch zustande, dass sich auf den gestauten Meridianen (hauptsächlich Blasen- und Gallenblasenmeridian) sehr viel Energie anstaut, die das Pferd durch typische Kopfbewegungen loszuwerden versucht. Es lassen sich 15 unterschiedliche Energiemeridiane unterscheiden: Lunge, Dickdarm, Magen, Milz-Pankreas, Herz, Dünndarm, Blase, Niere, Pericard (Herzbeutel), Dreifacher Erwärmer, Gallenblase, Leber, Lenker-, Konzeptions-, Gürtelgefäß (nach Ina Gösmeier: Akupressur für Pferde, Kosmos, 1999). Bis auf die letzten drei Meridiane sind alle Meridiane immer auf beiden Seiten des Pferdes angelegt. Aus der Akupunktur wissen wir außerdem, dass bis auf das Gürtelgefäß Meridiane einander paarweise zugeordnet sind; so gehören z.B. der Lungen- und der Dickdarmmeridian zusammen. Für das Pferd als Fluchttier sind diejenigen beiden Meridianpaare besonders wichtig, die den Kontakt des Tieres zu Gaia, der Mutter Erde herstellen; es sind dies der Magen-/Milz-Pankreas-Meridian (Erde) und der Blasen-Nieren-Meridian (Wasser). Eine Darstellung der Meridiane des Pferdes findet sich z B. auf der Internetseite der WEST BOULEVARD VETERINARY CLINIC in Canada. Für einen ganzheitlich tätigen Therapeuten steht es außerhalb jeden Zweifels, dass auch Tiere Gefühle haben. Die Bedeutung der jeweiligen Gefühlseinflüsse ist jedoch stark von der Lebensweise der jeweiligen Tierart abhängig; so leiden z.B. Herden- und Fluchttiere wie unsere Pferde besonders unter der Trennung von ihrer Herde oder unter der Beengung ihres Lebensraumes. Emotionale Belastungen des Dünndarm-, Leber- und Nierenmeridians werden daher besonders häufig beobachtet (Beispiel: Sommerekzem). In der nachfolgenden Meridiandarstellung wird nach der Psychokinesiologie von Klinghardt auch gezeigt, welcher emotionale Konfliktinhalt über das autonome Nervensystem welchen Organbereich beeinträchtigen kann (nach Dietrich Klinghardt: Lehrbuch der Psychokinesiologie, 3. Auflage, Bauer, 1999). Außerdem können bei einer innigen Beziehung Pferde emotionale Belastungen von ihren Besitzern aufnehmen und dadurch selbst Meridianblockaden erleiden. Drei Meridiane (Lenker-, Konzeptions- und Gürtelgefäß) haben keinen psycho-kinesiologischen Organbezug. In den letzten Jahren ist das sog. "Bauchhirn" als emotionales Zentrum bei Menschen und Tieren auch naturwissenschaftlich immer besser erforscht worden (siehe auch die Bauchhirn-Seite). Dieses Organ wird bei einer ganzheitlich-energetischen Therapie von Pferdekrankheiten mit Hilfe einer speziellen Kommunikation gezielt angesprochen und reguliert. Die ganzheitlich-energetische Pferdemedizin eignet sich daher auch hervorragend zur Psychotherapie bei Pferden. Das ganzheitliche Konzept zur Heilung von Krankheiten ist in dem Artikel über die Hierarchische Multi-Regulation auf dieser Homepage dargestellt. Mit Hilfe dieses Therapieverfahrens können die Krankheitsursachen auf den einzelnen Existenzebenen der Pferde an der Wurzel beseitigt werden.
Die Lunge
ist ein wichtiges energielieferndes Organ; sie nimmt die Luftenergie
auf, vereint sie mit der Nahrungsenergie, die von der Milz zugeführt
wird. Störungen des Lungenmeridians können sich in Krankheiten des
gesamten Atemtraktes äußern (z.B. Husten, Erkältungen), aber auch in einem schlechten Haarkleid oder verminderter Leistungsfähigkeit.
Blockaden
des Dickdarm/Lunge-Systems besitzen heute für die Entstehung chronischer
Krankheiten eine grundlegende Bedeutung, weil dieses System eine
Beziehung zur mittlerweile weit verbreiteten, sog.
"tuberkulinischen
Konstitutionsschwäche" der Pferde hat. Diese Schwäche ist hauptsächlich
dadurch gekennzeichnet, dass Stoffwechselschlacken, Toxine und
Mikroorganismen nicht mehr über den Darm ausgeleitet werden können. Die
Ursache liegt primär in einer Blockade der Atmung in den Zellen, wodurch
sich das Milieu im Blut und in den Geweben verschiebt und sich pathogene
Mikroorganismen im Körper ansiedeln können.
Magen- und Milz/Pankreasmeridian:
Der Magen
bildet gemeinsam mit der Milz den
Ursprung des Chi, das nach der Geburt vom Körper selbst erzeugt wird.
Im Magen wird das Futter aufbereitet.
Das Herz
gilt als das königliche Organ. Es kontrolliert die Blutgefäße und das
Schwitzen und beherbergt die seelischen und gefühlsmäßigen
Äußerungen eines Pferdes. Eine Störung in der Herzenergie kann sich
in unvorhergesehenen Reaktionen äußern, Unruhe, spontanem Schwitzen,
in einem gestörten Bewegungsablauf oder auch in einer Lahmheit der
Vorderhand.
Das Blase/Nieren-System reicht von der Nasenwurzel bis zur Hufsohle der Hinterhand. Es gehört zu den wichtigsten vitalenergetischen Energiesystemen des Tieres überhaupt, weil es das Innere des Schädels energetisch versorgt und für die geregelte Funktion der Ausscheidungs- und Sexualorgane mit verantwortlich ist. Der Blasenmeridian, der beidseitig parallel der Wirbelsäule verläuft, besitzt außerdem energetische Übergänge zu allen anderen Meridianen; daher kann eine andauernde Blockade dieses Energiesystems zur Beeinträchtigung der Funktion des gesamten Körpers führen.
Die Blase
hat neben der Speicherung des Harns und seiner Ausscheidung auch die
Aufgabe, Flüssigkeit für die Harnbereitung umzuwandeln, wodurch sie an
der Nierenfunktion beteiligt ist. Die Bedeutung eines gestauten Blase/Nieren-Systems wird auch bei der chronischen Borreliose besonders deutlich. Die Borrelien benötigen zu ihrer Vermehrung anfänglich immer eine chronische Stauung dieses Meridiansystems; wird dieser Stau nicht gelöst, kann sich die Erkrankung im späteren Verlauf dann auf den gesamten Organismus ausdehnen. Nähere Einzelheiten finden sich auf der Borreliose-Seite dieser Homepage.
Pericard- und Dreifacherwärmermeridian:
Das Pericard
(Herzbeutel) ist der Beschützer des Herzens; daher hat das Pericard
Anteil an allen Aufgaben des Herzens und unterstützt dessen Funktion.
Störungen des Meridianverlaufes äußern sich ähnlich denjenigen des
Herzmeridians. Ein langes Nachschwitzen nach dem Reiten können ebenso
wie Lahmheiten der Vorhand auf Störungen des Pericardmeridians
hindeuten.
Gallenblasen- und Lebermeridian:
Das Leber-/Gallenblasenmeridiansystem ist maßgeblich an der Bildung von "Spannung" im Organismus beteiligt.
Obwohl den
Pferden die Gallenblase fehlt, ist
die Funktion des Meridians doch vorhanden und sehr wichtig. Hierzu gehört vor allem die
Versorgung der Sehnen mit Chi. Störungen im Bereich dieses Meridians
werden besonders dann sichtbar, wenn es dem Pferd an Entschlusskraft
fehlt oder wenn es schwierige Bewegungsabläufe nicht richtig
koordinieren kann. Wenn ein Pferd häufig stolpert, es im Parcour die
Hindernisse nicht entschlossen angeht, nicht genügend Schubkraft
entwickelt oder wenn es nicht genügend Last aufnehmen kann, können
Störungen des Gallenblasenmeridians die Ursache sein, da in seinem
Bereich das Genick und der Hüftbereich liegen. Sehr häufig wird dieser
Meridian durch die Brandnarbe blockiert; sie sollte daher unbedingt
routinemäßig energetisch entstört werden. Auch eine "Überspannung" auf diesem Meridiansystem ist möglich, die sich u.a. im sog. "Headshaking" (siehe oben) äußern kann.
Diese beiden Meridiane sind nicht beidseitig angelegt, sie regulieren die Yin- und Yang-Energien des Körpers.
Das Gürtelgefäß umfasst den Pferdekörper vor den Hüfthöckern wie ein Gürtel. Dieser Meridian kreuzt alle energetischen Leitbahnen, die den Pferdkörper von vorn nach hinten oder umgekehrt durchlaufen. Eine Blockade des Gürtelgefäßes kann die Durchlässigkeit des Pferdes insgesamt beeinträchtigen. Sehr häufig werden solche Blockaden bei Wallachen durch die Kastrationsnarbe verursacht, die wie Brandnarben unbedingt routinemäßig energetisch entstört werden sollte. |