Das chronische Überforderungssyndrom
 Entstehung und Therapie aus naturheilkundlicher Sicht

von

Dr. Dr.
Peter Schneider

Tierarzt und Anthropologe

Maldonado, Uruguay
Homepage: http://www.pferdemedizin.com

Kontakt: per Email oder Telefon (04251 7524, zum deutschen Festnetztarif)

 das Buch zur Homepage: "Gedanken altern nicht"
(3. erw. Auflage 2010, ISBN: 978-3-8334-5446-2)

 "Leitfaden für eine naturheilkundliche Brustkrebstherapie"
(2. Auflage 2008, ISBN: 978-3-8334-9271-6)

  elektronische Bücher (eBooks)

 

 

 

© 2007 by Dr.Dr. Peter Schneider

"Health is a state of complete physical, mental and social well-being
and not merely the absence of disease or infirmity."

Gesundheitsdefinition in der WHO-Constitution, 1984

Als Überforderung wird das Missverhältnis zwischen eigenen oder von außen gestellten Ansprüchen und den tatsächlich gegebenen Möglichkeiten und Fähigkeiten bezeichnet.

Ein krankhaftes, chronisches Überforderungssyndrom entsteht durch eine andauernde Überforderung in Verbindung mit einem Dauerstress.

Eine solche permanente Überforderung kann körperlich (z.B. durch zu starkes oder zu frühes Training (sog. "Übertraining") oder falsche Fütterungs- und Haltungsbedingungen), aber auch sozio-emotional erfolgen (z.B. durch andauernde Rangordnungskämpfe).

Ein chronisches Überforderungssyndrom wird beim Pferd nicht nur durch Menschen verursacht.

Nach meiner Beobachtung gibt es viele sehr ehrgeizige Pferde insbesondere im hohen Sport, die sich selbst derartig stark unter Druck setzen, dass die an sich selbst gestellten Anforderungen die Möglichkeiten des eigenen Körpers übersteigen.

Diese Gegebenheiten sind auch aus dem Humanbereich wohl bekannt (z.B. bei Golfspielern oder Musikern, die kaum noch eine koordinierte Bewegung der Hände zustande bringen). 

Ebenso findet sich ein chronisches Überforderungssyndrom häufig bei alternden Tieren mit hoher Rangordnung in der Herde, die den körperlichen Anforderungen ihrer Position nicht mehr gewachsen sind.

Die Erkrankung führt zunächst zu nachlassender Entspannungsfähigkeit bei gleichzeitig zunehmender Verkrampfung (z.T. häufige Koliken) und später zu einem Verlust der Leistungsfähigkeit und Fruchtbarkeit. Schließlich kann sie zu einer generell erhöhten Krankheitsanfälligkeit des Organismus mit ungenügender Selbstheilungskraft, Schwäche und Abmagerung führen (sog. "katabole Stoffwechselentgleisung", s.a. J. Schole und W. Lutz: Regulationskrankheiten - Versuch einer fachübergreifenden Analyse. Enke-Verlag, 1988).

Das Überforderungssyndrom aus naturheilkundlicher Sicht

Aus naturheilkundlicher Sicht existieren Tiere gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen (materielle, vitalenergetische und emotionale Existenzebene).

Der Fluss der Energien auf diesen Ebenen erfolgt beim Tier hauptsächlich von vorn nach hinten.

Grundsätzlich können Krankheiten vor allem dann entstehen, wenn der Energiefluss auf seinem Weg blockiert wird. Die Energie wird dann automatisch in die horizontale Richtung geleitet (s.a. den Beitrag über die "Entstehung von Krankheiten aus naturheilkundlicher Sicht" auf dieser Homepage).

Bei länger bestehender Blockade wird die in die Peripherie geleitete Energie schließlich teilweise vom Wirt abgetrennt, und es entsteht ein Konflikt. Dieser führt sozusagen ein Eigenleben, weil er der Gesamtregulation des Organismus nicht mehr unterworfen ist. Gleichzeitig bezieht er jedoch über eine „energetische Nabelschnur“ nach wie vor seine Energie aus dem Wirtsorganismus und schwächt ihn.

Die Hauptursache von Krankheiten entsteht dadurch, dass in die Lücke, die die abgeschnürte Konfliktenergie im Wirtskörper hinterlassen hat, fremde Energien eindringen können. Diese Energien können so stark werden, dass sie die gesamte Regulation des Wirtsorganismus beeinträchtigen.

Am deutlichsten wird dieses Phänomen bei Konflikten auf der materiellen Ebene, wenn bei einer Störung der Funktion und Struktur der Zellen ('zelluläre Dysbiose') fremde, pathogene Bakterien und/oder Viren einwandern und z.B. Entzündungen hervorrufen.

Für die Konflikte auf den drei Daseinsebenen der Tiere ergeben sich folgende Möglichkeiten. Ein chronisches Überforderungssyndrom kommt vor allem durch Konflikte auf der emotionalen und/oder vitalenergetischen Ebene zustande. Dabei sind stets auch die darunter liegenden Existenzebenen betroffen.

Emotionale Ebene:

Entstehung eines “unerlösten seelischen Konfliktes“
(Dietrich Klinghardt: "Lehrbuch der Psychokinesiologie",
 Bauer, 2003), oftmals verbunden mit Angst.

Vitalenergetische Ebene:

Energiekonflikt, Entstehung einer energetischen
Imbalance
, oftmals verbunden mit Schmerzen
(Schmerz ist immer ein Zeichen eines gestörten
vitalenergetischen Flusses).

Materielle Ebene:

Entstehung einer mikrobiellen Dysbiose
von Schleimhäuten und Zellen, die bis zur
tumorösen Entartung der Zellen führen kann.
Nach naturheilkundlicher Ansicht hat eine
Krebserkrankung ihre Ursache fast immer im
Dickdarm!

Auf der vitalenergetischen Existenzebene, der Ebene der Energiemeridiane betrifft das Überforderungssyndrom besonders die drei folgenden Meridiansysteme und zugehörige Organe:

  • Blase/Nieren: Hypophyse (über 50% der Schlachtpferde haben einen Hypophysentumor) und Nebennieren (z.T. mit Entwicklung eines Morbus Cushing und chronischer Hufrehe),

  • Leber/Gallenblase: Leber (veränderte Stoffwechselleistung mit z.T. verminderter Entgiftungsfunktion, z.T. starke Futterunverträglichkeiten bis hin zur Grasunverträglichkeit),

  • Magen/Milz-Pankreas: Magen (60% der Turnierpferde und 90% der Galopper im aktiven Rennsport haben ein Magengeschwür), Milz-Pankreas (z.T. mit Entstehung von Zuckerverwertungsstörungen, wie Diabetes oder PSSM = Polysaccharidspeichermyopathie).

Naturheilkundliche Therapie

Das chronische Überforderungssyndrom ist also bei Pferden relativ häufig, und die konventionelle Tiermedizin besitzt kaum wirksame Behandlungsmöglichkeiten.

Eine naturheilkundlichen Regulation der Erkrankung beinhaltet folgende Schwerpunkte:

  • Optimierung von Fütterung und Haltung,

  • Minimierung des chronischen Überforderungsstresses,

  • Regulation des blockierten Energieflusses,

  • Rückführung (Reintegration) der abgeschnürten Konfliktenergie in den Wirtsorganismus,

  • Ausleitung der in die Konfliktlücke eingedrungenen Fremdenergien z.B. mit Hilfe homöopathischer Arzneimittel,

  • Stabilisierung der Behandlung mit Schüßler-Salzen.

Ein wichtiges Ziel der Therapie ist die Entspannung, denn nur in der Entspannung ist eine Regeneration des erkrankten Organismus möglich.

Die Vorgehensweisen sind u.a. in den Beiträgen zur "Hierarchischen Multiregulation", "naturheilkundlichen Psychotherapie" oder "energetischen Pferdemedizin" auf dieser Homepage beschrieben.

Zusätzlich ist auf eine vollständige Regeneration des Tieres im Training zu achten; hierzu wird ein Trainingsplan aufgestellt bzw. ein bestehender Plan optimiert, der an das Leistungsvermögen des jeweiligen Pferdes angepasst ist.

Sehr hilfreich insbesondere bei Hochleistungspferden ist darüber hinaus ein "energetisches Coaching", mit dem ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft erhalten werden kann.

Die geschilderten Gegebenheiten gelten selbstverständlich nicht nur für Pferde, sondern auch für andere Tierarten.

 

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